Am 9. September 2026 stand das Energiemobil des Projekts Power2Change auf dem Schulhof der Walther-Lehmkuhl-Schule. Der umgebaute Anhänger erzeugt seinen Strom selbst über Solarmodule und kommt ohne Netzanschluss aus. Er ist damit nicht nur Ausstellungsraum, sondern selbst ein Beispiel dafür, wie Energiewende funktioniert.
Genau darum ging es an diesem Tag: Energiewende nicht als Schlagwort, sondern zum Sehen und Anfassen. Unsere Auszubildenden und Schülerinnen und Schüler stellten Wasserstoff in einer TicTac-Dose her und trieben damit über eine selbst gebaute Brennstoffzelle einen kleinen Motor an. Mit der VR-Brille gingen sie durch ein vom WWF entwickeltes Szenario, wie Deutschland im Jahr 2045 nach gelungener Energiewende aussehen könnte. Das Fraunhofer-Institut ISE zeigte farbige Solarpanels, ein 3D-Drucker produzierte live Bauteile, und an der Aufkleberwand hinterließen viele ihre eigene Botschaft zur Energiewende. In Workshops diskutierten Klassen die Leitfragen des Projekts: Was ist der beste Weg in eine klimaneutrale Zukunft, und welche Chancen und Risiken bringt sie für unsere Region?
Für die WLS als technisch-gewerbliche Berufsschule sind diese Themen keine Nebensache. Solarenergie, Windkraft, Wasserstoff, Speicher und Netze gehören für unsere Azubis und Schülerinnen und Schüler aus Gewerbe und Technik zum künftigen Berufsalltag. Schleswig-Holstein erzeugt rechnerisch mehr Strom aus erneuerbaren Energien, als es selbst verbraucht, vor allem aus Windkraft, und will bis 2040 klimaneutral sein. Die Fachkräfte, die das umsetzen, werden unter anderem hier ausgebildet.
Das Energiemobil ist Teil des Verbundprojekts Wissenschaftskommunikation Energiewende, gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, und wird von Wissenschaft im Dialog betreut. Der Besuch an der WLS wurde vom BNE-Kreisfachberater für Neumünster koordiniert.